Nach dem erfolgreichen Weihnachtsprojekt 2025 folgt nun, auf Grund großer Nachfrage, eine Wiederholung.
Die Unnaer Musikzene bringt noch einmal „40 Jahre LIVE AID“ auf die Bühne – dieses Mal als großes Open-Air-Konzert.
Der Vorverkauf steht unter dem Motto „Zahle, was du willst“: Tickets gibt es ab 5€- ihr entscheidet selbst, welchen Beitrag ihr leisten möchtet. Die Netto-Einnahmen aus dem Ticketverkauf werden an den Rafiki yangu – Hilfe für Afrika e.V. gespendet. (Infos zum e.V. findet ihr weiter unten.)
Die Musikszene Unnas spielt Songs der legendären LIVE AID KONZERT von 1985! Im Jahr 2025 jährte sich das legendäre LIVE AID Konzert zum 40. Mal! Ein Ereignis, das Musikgeschichte geschrieben hat und Menschen weltweit bewegte.
Um dieses besondere Jubiläum zu feiern, bringt die Unnaer Musikszene ein außergewöhnliches Konzert auf die Bühne – ein Abend voller Hits und Gänsehautmomente, der die besten Songs von LIVE AID wieder aufleben lässt.
Freut euch auf eine grandiose Hommage an Künstler wie Queen, U2, David Bowie, Phil Collins und viele mehr, die 1985 mit ihren Auftritten Millionen Herzen berührt haben. Viele Musikerinnen und Musiker aus Unna präsentieren die unvergesslichen Hymnen, die damals die Welt vereinten.
Möglich gemacht wird dieser Abend durch die Bürgerstiftung und dem Amt für Kultur und Weiterbildung der Stadt Unna.
FR., 07.08.2026 | Platz der Kulturen | Open-Air
Einlass: 19 Uhr | Beginn: 20 Uhr
Einlass nur mit gültigem Ticket!
Rafiki yangu – Hilfe für Afrika e.V.
Die Maasai sind eines der bekanntesten Völker Ostafrikas – ein stolzes Hirtenvolk mit tief verwurzelten Traditionen. Doch trotz ihrer kulturellen Bedeutung stehen viele von ihnen vor großen Herausforderungen: Als indigene Minderheit kämpfen rund 800.000 Maasai in Tansania täglich mit gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Benachteiligung. Mitten in der weiten Maasai-Steppe im Simanjiro District setzt sich der gemeinnützige und wohltätige Verein „Rafiki Yangu – Hilfe für Afrika e. V.” aus Fröndenberg für nachhaltige Verbesserungen ein. Der Verein wurde ursprünglich für den Bau eines Regenwasserdamms gegründet. Dieser Damm wurde 2019 mit tatkräftiger Unterstützung der Dorfgemeinschaft in reiner Handarbeit, ganz ohne Maschinen, erbaut. Er sollte auch über die Trockenzeit hinaus eine Wasserversorgung für das Dorf und die angrenzende
Region sicherstellen.
Bereits an diesem ersten Projekt zeigt sich, wie sich die Prinzipien der Selbstbestimmung und der aktiven Partizipation der Maasai-Gemeinschaft wie ein roter Faden durch all unsere Maßnahmen ziehen. Dabei geht es darum, dass die Maasai selbst formulieren, was sie wirklich brauchen, und sich gleichzeitig an der Gestaltung und Umsetzung der Projekte maßgeblich beteiligen.
Stärkung von Frauen
Im Dorf haben Frauen ihre Ersparnisse zusammengetragen und eine genossenschaftliche Dorfbank – eine sogenannte VICOBA-Gruppe (Village Community Bank) – gegründet. Die rund 50 Frauen der Gruppe organisieren und verwalten die Ersparnisse eigenständig. Frauen, die sonst nie einen Kredit bei einer Bank erhalten würden, können sich hier kurzfristig Geld zu einem geringen Zinssatz leihen.
Rafiki Yangu hat der Frauengruppe den Kauf einer Maismühle ermöglicht. Das zugehörige Gebäude wurde von den Frauen selbst errichtet. Für das Mahlen des Getreides wird ein kleines Entgelt erhoben, das das
Grundkapital der VICOBA weiter stärkt.
Zu Beginn unseres Engagements kam intern häufig das Thema FGM (Female Genital
Mutilation) auf. Deshalb war es für uns besonders wichtig, dass in einer offiziellen Dorfversammlung die gesamte Gemeinschaft eigenverantwortlich und endgültig beschlossen hat, diese brutale Praxis aufzugeben.
Ernährungssicherheit
In Tansania sind etwa 80 % der landwirtschaftlichen Betriebe kleiner als drei Hektar. Diese kleinbäuerlichen Familien sind auf Mais als Grundnahrungsmittel und als wichtigste Einnahmequelle angewiesen. Während der Erntezeit entsteht ein Überangebot, während es kurz vor der nächsten Ernte häufig zu einem Mangel kommt. Dieser Angebotswechsel
führt zu starken Preisschwankungen im Jahresverlauf.
Um diese Schwankungen abzufedern, hat Rafiki Yangu den Bau einer Lagerhalle für Mais und Bohnen sowie den Kauf von luftdichten Lagersäcken ermöglicht. Die VICOBA-Gruppe stellte Wasser und Sand für den Bau zur Verfügung.
2025 haben wir zudem ein Tierzuchtprojekt begonnen. Die traditionellen Maasai-Rinder sind zwar optimal an die Lebensbedingungen in der Steppe angepasst, liefern jedoch wenig Milch und Fleisch. Daher haben wir ein Zuchtprogramm mit besonders leistungsfähigen Red-Cow-Bullen aus Kenia gestartet. Wir hoffen, durch die Kreuzung beider Rinderarten ertragreichere Tiere zu erhalten – ein Ansatz, den wir auch auf die Ziegenzucht mit robusten Galla-Böcken aus Kenia übertragen.
Bildung für Kinder aus den ärmsten Familien
Ein besonderes Anliegen ist uns die Bildungsförderung. Kindern aus den ärmsten Maasai Familien ermöglichen wir den Schulbesuch an einer privaten Schule des Karmeliterordens in der nahegelegenen Stadt Engassumet (Orkesumet).
Hierzu wurden zwei Schülerwohnheime errichtet, in denen ab 2026 insgesamt 46 Kinder – 23 Mädchen und 23 Jungen – untergebracht und betreut werden. Das Projekt trägt auf Maa, der Sprache der Maasai, den Namen „Eng’aji oo Eng’era“ – Haus für Kinder.
Von Anfang an war es uns wichtig, dass Jungen und Mädchen gleichermaßen Zugang zu Bildung erhalten. Gerade in der stark patriarchalisch geprägten Maasai-Gesellschaft ist dies keine Selbstverständlichkeit.
Die Kinder werden inzwischen von fünf angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern rund um die Uhr betreut. Seit einigen Monaten ist auch eine Sozialarbeiterin tätig. Finanziert wird das Schulprojekt durch Patinnen und Paten, die durch ihre monatlichen Spenden den Schulbesuch ermöglichen.
Ein zweiter Regenwasserdamm
Aufgrund des Klimawandels und deutlich geringerer Regenmengen planen wir für 2026 den Bau eines weiteren Regenwasserdamms. Der bestehende Damm trocknet mittlerweile wesentlich früher aus.
Ist das gespeicherte Wasser erschöpft, beginnt für die Frauen der Gemeinschaft ein äußerst beschwerlicher Alltag: Gemeinsam mit ihren Eseln machen sie sich auf den Weg nach Kitwai (A), zum einzigen Tiefbrunnen der Region – rund 18 Kilometer durch offenes, steiniges und staubiges Gelände. Hin- und Rückweg dauern jeweils einen ganzen Tag und sind körperlich wie emotional extrem belastend.
Das ausgewählte Gebiet für den zweiten Damm liegt in felsigem Gelände und eignet sich besonders gut, um Regenwasser aufzufangen und langfristig zu speichern. Ein weiteres Reservoir würde die Wasserversorgung deutlich stabilisieren: kürzere Wege, geringere Belastung für die Frauen und weniger Abhängigkeit von weit entfernten Wasserstellen.
Gemeinsam mit der Maasai-Gemeinschaft arbeiten wir daran, langfristige Perspektiven zu
schaffen und nachhaltige Entwicklung ermöglichen.
Rafiki yangu – Hilfe für Afrika e.V.
Die nächsten HIGHLIGHTS im Programm: